Tumorchirurgie für Hund und Katze

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Tumorchirurgie in der Tiermedizin

Die Tumorchirurgie hat in den letzten Jahren in unserer chirurgisch ausgerichtete Praxis erheblich an Bedeutung gewonnen. Selbst kritische OPs unter Zuhilfenahme der Laserchirurgie werden regelmäßig bei uns durchgeführt. Folgende Schwerpunktthemen haben sich bei der Tumorbehandlung/-chirurgie bei uns herausgebildet:

  • Hauttumore
  • Weichteiltumore
  • Milchdrüsen- /Mammatumore
  • Tumore Knochenbau (Osteosarkome/ Chondrosarkome)
  • Kiefer- und Maulhöhlentumore
  • Tumore der Bauchorgane wie Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse
  • Tumore Urogenitalbereich wie Niere, Blase, Hoden, Eierstöcke und Gebärmutter
  • Tumore des Magen- und Darmtraktes

Ziele der Tumor-Behandlung

Unser Ziel ist es durch die Behandlung dem Tier eine gute Lebensqualität und vernünftige Lebenszeit zu bieten. Es geht nicht um die Verlängerung der Lebenszeit um jeden Preis. Eine kompetente Beratung hilft dem Tierbesitzer eine vernünftige und auch realistische Einschätzung zu gewinnen.

Tumor an der Lippe
Tumor an der Nase
Tumor am Bein
Tumor am Zahn
Tumor unter der Haut

Tumor-Diagnostik

Umfangsvermehrungen oder Tumore sind nicht grundsätzlich bösartig. Der überwiegende Teil der bei uns vorgestellten Umfangsvermehrungen sind gutartig (Lipome). Leider ist es nicht immer möglich mit dem Auge zu beurteilen, ob der Tumor bösartig ist (z.B. ein Lymphom, Karzinom, Sarkom oder Mastzelltumor). Angeraten ist deswegen immer eine entsprechende Abklärung durch einen erfahrenen Tierarzt in Zusammenarbeit mit einem spezialisierten Labor. Mittels einer genommenen Gewebeprobe diagnostiziert das Labor Art und Grad des Tumors.

Allgemein gilt die Reihenfolge in der Tumor-Diagnostik:

  1. Was – für ein Tumor liegt vor?
  2. Wo – befindet sich der Tumor und weit hat er ggf. gestreut?
  3. Wie – kann man den Tumor behandeln – sollte man ihn behandeln?

Moderne diagnostische Infrastruktur

Für die Tumor-Diagnostik steht eine umfangreiche medizinische Infrastruktur in unserer Fachtierarzt-Praxis zur Verfügung:

  • 3 Ultraschallgeräte
  • 2 Röntgengeräte
  • 1 Computertomograph (CT)
  • 4 OP-Bereiche mit entsprechender Narkose-Infrastruktur
  • 1 Endoskopie groß
  • 1 Endoskopie/ Laserchirurgie für Nasen- und Ohrenbereiche
  • 2 Laserchirurgie-Einheiten
  • 3 Ligasure-Einheiten
Einer der Operationsräume der Tierarztpraxis Besserer

Seit Dezember 2016 ist eines der modernsten CT-Geräte für die Tiermedizin bei uns im Einsatz. Die Neuentwicklung aus den USA ist in der Lage, sehr schnell zu arbeiten. Das Gerät produziert Bilder einer sehr geringen Schichtdicke, wodurch auch kleine Strukturen abgebildet werden können.

Die Vorteile unseres modernen CT-Geräts sind:

  • Extrem kurze Scan- und Durchlaufzeit
  • Bedingt durch die kurze Durchlaufzeit – eine milde Sedation/Anästhesie und somit verringerung negativer Narkosefolgen
  • Die Strahlendosis – bisher ein Nachteil der Computertomographie – ist im Vergleich zu älteren Geräten deutlich reduziert Geringere Kosten

Ein virtueller Blick in unserern Computertomographie-Raum

Tierarzt Besserer: Physiotherapie CT Panorama

(Sie können das Bild mit der Maus bewegen oder die Pfeiltasten am unteren Bildrand nutzen)

Tumorchirurgie

Selbst gutartige Umfangsvermehrungen wie beispielsweise Epulis (Zahnfleischwucherungen) oder Hautwarzen können über die Zeit bösartige Tendenzen entwickeln. Aus diesem Grund raten wir dazu, Tumore zeitnah zu entfernen. Der Chirurg entfernt das auffällige Gewebe immer so, als ob es bösartig wäre, d.h. möglichst großzügig um keine Tumorzellen in der Wunde zurückzulassen. Das entfernte Gewebe wird dann durch ein Labor untersucht und klassifiziert. Im Falle einer Einstufung als „bösartig“ ist es wichtig vom Labor zu erfahren, ob die Wundränder tumorfrei sind und somit der Tumor komplett entfernt ist..

Die chirurgische Entfernung eines Tumors ist die erfolgreichste Therapieform. Ein zu geringe bzw. knappe Entfernung des Tumors kann eine Revision der OP notwendig machen, da die Tomorzellen randfrei entfernt werden müssen.

Hund auf dem OP-Tisch in der der Tierarztpraxis Besserer

Tumor-Nachbehandlung

Sehr erfolgreich wird die Dendritische Zelltherapie für die Tumor-Nachbehandlung eingesetzt. Diese schonende Immuntherapie zur Tumorbehandlung bei Hund und Katze findet in unserer Praxis durch unsere Fachtierärzte statt. So müssen weder Tier noch Halter lange Wege in Spezialkliniken auf sich nehmen.

Dendritische Zellen haben im Körper eine zentrale Aufgabe bei der Zerstörung von entarteten Zellen. Bei Tumorerkrankungen können die dendritischen Zellen diese Aufgabe nicht mehr richtig wahrnehmen. Deshalb lassen wir diese dendritischen Zellen im Speziallabor unseres Partners PetBioCell aus Eigenblutzellen des Tumorpatienten herstellen. Ziel ist es , durch die im Labor hergestellten dendritischen Zellen wieder eine Immunreaktion gegen die entarteten Tumorzellen im Körper auszulösen.

Für die dendritische Zelltherapie entnimmt eine ausgebildete Tierärztin dem Patienten Blut. Dieses wird per Expresskurier ins Labor gebracht wo die dendritischen Zellen hergestellt werden. Etwa 9 Tage später werden dann die fertigen Zellen per Expresskurier zurück geliefert und dem Patienten gespritzt. Diese Vorgehensweise ist besonders schonen für den Patienten weil keine oder nur sehr geringe Nebenwirkungen auftreten können.

In dem Schaubild sind die Erfahrungen unseres Laborpartners mit einer dentritischen Zelltherapiebei bei einigen Tumorarten beschrieben.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Antworten zu weiteren Fragen finden sie auf unserer Praxis-Homepage